MALOJA die Perle zwischen Engadin und Bergell

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Hotel Schweizerhaus

Seit 1997 ist Maloja eines unserer beliebten Reiseziele, besonders wenn wir den Schnee und die klare Bergluft suchen. Ein Werbeangebot des alt eingesessenen Hotels Schweizerhaus hat uns neugierig gemacht. Bärbel hatte schon als Kind und Mädchen in St. Moritz den ein oder anderen Urlaub verbracht und ihre Mutter hat mal eine zeitlang in St Moritz gearbeitet.

Nach dem ersten Besuch im Hotel hatten wir für die Jahrtausendwende eine Wohnung im Pöstli gebucht und haben einen wunderbaren Urlaub mit viel Schnee und Sonne beim Skilanglaufen in den endlosen Loipen zwischen Maloja bis Pontresina verbracht.

In den Folgejahren waren wir oft zu Bärbels Geburtstag hier oder im März, wenn die Tage länger und die Sonne wärmer wird. Unglücklicherweise hat sich Bärbel 2005 – es war der vierte Urlaub in Maloja nach 1997, 1999 und 2003 – bei einem Sturz auf dem Weg nach Isola den Schenkelhals gebrochen. Danach haben wir die Skier an den Nagel gehängt und sind nur noch gewandert auf immer gut geräumten Wegen.

1999/2000 Die Jahreswende im Pöstli

Wir haben viele Skiwanderungen unternommen

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Apparthotel Pöstli
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Weg zurm Forno Gletscher
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Am Lägh Cavlog – Unser liebstes Wanderziel auf 1.900 m
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Die Bergeller Berge von unten gesehen mit Piz Lizun und Piz Cam
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Ausflug zum Morteratch Gletscher
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Blick vom Muragl auf St. Moritz und die Oberengadin-Seen Rechts Piz Nair und der Julier
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Weg nach Pila und Blick auf das Schloss und die Silser berge
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Im Val Rosseg war es bitter kalt!
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Unsere Lunch – Bank am Silser See
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Ausflug nach Soglio im Bergell
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Rast bei El Paradiso
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Blick von unserem Balkon zum Pizzo Salacina, links im Hintergrund das Forno Tal

2003 und 2005 Winterurlaub im Dezember und März

in der Chesa Lucertola bei Familie von Almsieg. Es war dieser wunderschöne Urlaub im März 2005 als Bärbel das Malheur in der Loipe passierte.

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Ankunft in Maloja – in der Bildmitte das Schloss des Grafen Renesse
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Blick auf Maloja mit den Häüsern unserer Wohnungen – vorne rechts Cad Castel
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In der Loipe am Silser See
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Auf dem Weg nach Isola – im Hintergrund oberhalb der Baumgrenze Muragl

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Während Bärbel im Krankenhaus lag habe ich lange Wanderungen unternommen – ins Val Fedoz, Val Forno und auf den Longhin
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Abschied

2006 Der Herbst in Maloja

Nach dem mißglückten Urlaub 2005 waren wir dann – als alles ausgeheilt und Bärbels Gelenke wieder richtig fit waren – im Herbst Anfang Oktober nach Maloja gefahren. Auf der Hinfahrt haben wir in Heitersheim bei Klaus Brauch einen Stopp eingelegt und auch übernachtet. Am nächsten Morgen haben wir entlang der B3 jede Menge Nüsse gesammelt – es müssen an die 20 kg gewesen sein – und dann unter dem Bett getrocknet. Seither sammeln und essen wir Nüsse wie Eichhörnchen!

Das war dann ein richtiger Wanderurlaub. Wir wohnen in der Chesa Capricorn und haben die Pässe und Hochtäler rund um Maloja erkundet, die wir bisher von unseren Skiwanderungen im Tal nur vom Sehen kannten.

Gleich am ersten Tag sind wir über Blaunca um den Silser See gewandert.

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Es war wirklich sehr warm!

Und dann ging’s zur Inn-Quelle und auf den Piz Longhin.

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Blick hinunter nach Maloja
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Blick vom Lunghin ins Bergell hinunter

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Am 15. Oktober haben wir dann nur einen kleinen Spaziergang in und um Maloja gemacht und sind am 16. wieder nach Hause gefahren – stolz auf das, was wir geschafft hatten!

2007 – 2008 – 2010 – 2011 – 2014 – 2015 zu Gast im Cad Castel

Für diese Urlaube haben wir uns immer das 1-Zimmer-Appartment bei Frau Pittin gemietet. Zur Wohnung gehört ein Stellplatz in der Tiefgarage.

Wir haben schon so viele Bilder aus Maloja und den Bergen eingestellt und konzentrieren uns jetzt mehr auf das Tagebuch – wiedergegeben in Kurzfassung und beginnend mit dem Frühjahr 2008.

Osterurlaub im März 2008

 Bärbel war zum Jahreswechsel in Bad Steben in Kur und musste nach Ihrer Rückkehr Anfang Januar 24x nach Hachenburg zum Training – bis Mitte März. Klaus hatte auch noch Vorlesung, an zwei Terminen 22 Prüflinge und im Februar die Exkursion zum Gotthard. Und dann jeden Tag Berechnungen und Texte zur Ölschiefer -Studie Jordanien, selbst wenn er auf Bärbel vor der RehaMed wartete. So entschlossen wir uns Ende Februar kurzer Hand am Tag nach den letzten Prüfungen für eine gute Woche ins Engadin zu fahren. Die Wohnung im Cad Castel, die wir schon 2007 hatten war frei! Wir fuhren am Freitag –Karfreitag- es war der 50. Jahrestag, des Karfreitags 1958, an dem es bei uns funkte auf dem Spaziergang der Konfirmanden zum Forsthaus.

Karfreitag, 21. März. Es ist scheußliches Wetter und der Verkehrsbericht meldet geschlossene Schneedecke auf der A3 südlich von Dierdorf. Also fahren wir zuerst einmal über Land bis Ransbach-Baumbach. Sofort kommen wir auf der Autobahn in einen heftigen Gewitterschauer und können bei sehr dichtem Verkehr kaum etwas sehen. So geht es fast den ganzen Tag, noch nicht einmal zum Picknick können wir aussteigen. In Karlsruhe lotst uns das Navi durch die Stadt, ein paar Kilometer weiter südlich vor Baden-Baden dann schon wieder Stau. Es regnet immer weiter. Vor Basel dann der nächste lange Stau. Wir verlassen vorher in Bad Krotzingen die Autobahn fahren durch den südlichen Schwarzwald, der natürlich in höheren Lagen eine geschlossene Schneedecke auf den Straßen hat, nach Bad Säckingen, wo wir kurz vor vier ankommen. Nach dieser anstrengenden Fahrt erholen wir uns dann zwei Stunden bei Sauna und Bad, bevor wir am frühen Abend einen langen Spaziergang durch die Stadt bis hinunter zum Rhein und auf der ältesten deutschen Holzbrücke über den Rhein nach Stein in der Schweiz machen. Um halb acht sitzen wir im Hotelrestaurant „Zur Flüh“. Bärbel wählt heute den Steinbeißer und Klaus das Karfreitagmenu. Die Küche ist ausgezeichnet, es hat richtig gut geschmeckt. Bevor wir einschlafen, sehen wir noch zwei „Eiszeitmenschen“ auf ihrer Wanderung durch die Alpen.

Karsamstag, 22. März.  Eine strahlende Sonne küsst uns wach und husch sind wir im Schwimmbad zur morgendlichen Gymnastik. Auch das Frühstück lässt keine Wünsche offen. So fahren wir gegen 9 Uhr wohlgemut über den Rhein auf der Schweizer Seite Richtung Schaffhausen. Herrliches Wetter, links der Rhein und die Hänge frisch beschneit. Das strahlende Wetter begleitet uns durch die ganze Schweiz und dazu sehr wenig Verkehr.

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Bärbel ist richtig glücklich, so schön haben wir das Alpenmassiv noch nie vor uns gesehen. Die letzten Ängste schwinden, als der Julier sich in gleißendem Sonnenlicht und trocken präsentiert. So genießen wir ohne Kolonne die Auf- und Abfahrt. Der Schlüssel der Wohnung liegt wie angekündigt im Briefkasten. Schnell ziehen wir uns um und beginnen unseren ersten Spaziergang durch den Ort über La Palza nach Isola. Am Felsen finden wir eine halbleere Bank und genießen die Sonne bis halb fünf, dann machen wir uns auf den Rückweg über den See. Es ist fast windstill und die Abendsonne strahlt uns an. Von der älteren Dame aus Düsseldorf – auf der Bank – erfahren wir, dass es der erste richtig schöne Tag ist und dass der Neuschnee erst in der Nacht gefallen war, der all den schmutzigen gefrorenen Schnee bedeckt und die Landschaft so ruhig und sauber erscheinen lässt. Dann packen wir aus und räumen ein. Zum Abendessen gibt es Bratkartoffeln mit Spiegelei. Ziemlich müde von der anstrengenden Höhenluft fallen wir ins Bett und schlummern bis in die frühen Morgenstunden des Ostersonntag.

Ostermontag, 24. März. Es hat angefangen zu schneien, genau wie die Vorhersage. Also lassen wir es langsam angehen und brechen erst nach dem Ostergottesdienst im Zweiten zu unserem morgendlichen Spaziergang auf. Nach dem Imbiss zum Mittag ist Ruhe angesagt und dann kommt doch noch die Sonne etwas zum Vorschein. Wir machen uns auf den Weg Richtung Orden und kraxeln den Berg hoch zum Lägh Cavloc, ruhen uns an der Hütte bei ein wenig Sonne aus, gehen noch 15 Minuten weiter und dann zurück. Beim Abstieg bläst uns ein steifer und kalter Wind entgegen. So sind wir froh gegen fünf zurück zu sein. Es gibt ein Stück unserer Engadiner Nusstorte und ein Schikanöschen! Danach gelingt es Klaus, sich über die Telefonleitung mit dem Schweizer AOL zu verbinden und den Final Report, den Marc Dohmen kurz zuvor gesendet hat, zu empfangen. Nun ist die Studie beim Kunden in Estland. Zum Abend gibt es noch ein Festessen mit Roulade und Knödel. Wir sind noch nicht so richtig an den Schnee, das Laufen und das Höhenklima gewöhnt und fallen früh in süße Träume.

Schon bald nach sechs Uhr erstrahlen die gegenüberliegenden Gipfel in der Morgensonne. Ein stahlblauer Himmel kündigt uns Temperaturen unter –10° an. Aber die Sonne ist verlockend. Wir vertrödeln den Morgen nicht und erledigen unsere Pflichten vom Zähneputzen bis zum Frühstücken und Picknick vorbereiten zu den Klängen von Gluck’s Orfeus. Bereits um halb zehn machen wir uns auf den Weg. Vom Engadin her weht ein frischer Wind, der uns nach Süden in Val Forno abdrehen lässt. Das Thermometer beim Kurverein zeigt –8°.

Die Kinderlifte in Orden sind noch leer. Unseren Aufstieg zum Lägh Cavloc begleitet schon über weite Strecken die Sonne. Nach einer Stunde strammen Aufstiegs erreichen wir die Hütte und lassen uns auf der Terrasse nieder. Wir genießen die Sonne eine gute Stunde, lernen und üben unser Canto General. Dann gehen wir weiter. Die ersten Skiwanderer kommen uns schon entgegen. Heute sind es ungewöhnlich viele. Das muss am Wetter liegen. Die Gemeinde hat auf dem Weg zum Plan Canin einige Bänke aufgestellt, die wir gerne annehmen. Die Motorschlitten haben den Weg weiter gespurt als im letzten Jahr, sogar bis über die Staumauer hinaus, mit Blick Richtung Gletscher. Wir gehen noch ein paar hundert Meter weiter, aber das Laufen in der Skispur ist beschwerlich. Wir kehren um, machen noch zweimal Rast, schlafen jedes Mal auf der Bank ein, bis uns eine Wolke vor der Sonne unsanft weckt und uns zum Abstieg ruft. Nun wird es bald ungemütlich kalt. Ein frischer Wind bläst uns kräftig ins Gesicht und durch die Knochen.

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So sind wir froh um 3 Uhr wieder zuhause zu sein. Wir haben die schönsten Stunden des Tages bis zur Neige genutzt. Nach dem Duschen gibt es Tee und Kuchen, danach ein Spiel begleitet von Beethovens Violinkonzert. Dann beginnen wir in unseren Büchern zu schmökern. Dazu legt Klaus Mozarts Requiem und danach die G-Dur Messe von Schubert auf. Am Morgen habe ich die Geschichte „An Inspector Calls“ von Priestley ausgelesen und nun mit Sattlers „Lichtjahre“ begonnen. Bärbel verschlingt derweil „Sturmjahre“ von Babara Wood. Als Sunsetter genehmigen wir uns wie schon gestern einen Metaxa. Zum Abendessen schlägt Bärbel eine Käsesuppe mit Engadiner Körnerbrot vor.

Dienstag, 25. März.  Am frühen Morgen beginnt es wieder zu schneien. Nach dem Frühstück hören wir doch einmal in den Tenor 2 unseres Cantos, damit wir im Urlaub nicht alles vergessen. Um halb 11 machen wir uns auf den Weg, eine Runde um La Palza und den Campingplatz zu drehen. Es ist ziemlich kalt, das leichte Schneetreiben stört uns nicht. Die Wege sind frisch gespurt und laufen sich gut. Die Natur hat sich wieder ein neues weißes Kleid angezogen. Auf dem Rückweg schauen wir im Dorfladen vorbei, kaufen eine Dose Sahne und eine Tafel Lindor! Nach dem Lunch steht Mittagsschlaf und Lesen auf dem Programm, dann schreibt sich Klaus die schweren Textpassagen aus Algunas Bestias ab, damit er sie leichter lernen kann. Schnell spanisch sprechen oder singen ist nicht sein Ding. Am Nachmittag gehen wir zum Turm Belvedere hoch und laufen den Hirschweg. Wieder zuhause gibt es endlich Engadiner Nusstorte mir Sahne. Während Bärbel in ihrem spannenden Buch liest, begibt sich Klaus „online“ und arbeitet diverse E-Mails an Andres, Marc, Alexander und die Kinder ab. Es beruhigt, dass auch neuerliche Fragen zur Studie von Andres schon Im Text beantwortet waren, er müsste sich nur mal die Zeit nehmen, sie genauer zu lesen. Schon bald ist es 19 Uhr und Bärbel begibt sich in die Küche. Es gibt heute Schweinebraten mit Knödel – mmh.

Mittwoch, den 26. März.  DieNacht war klar, der Mond wirft kalte Schatten vor unserem Fenster auf den Schnee. Die Sonne löst am frühen Morgen den Mond ab. Wir freuen uns auf einen sonnigen Tag. Kaum ein Lüftchen ist zu spüren, als wir um 10 Uhr aufbrechen, nachdem wir schnell noch das Nötigste eingekauft hatten – Milch und Brot. Bärbel möchte zum Lägh Cavloc aufsteigen, weil der Himmel im Forno Tal klarer scheint. Ich überrede sie zu einer Wanderung über den See, weil wir so windstille Tage selten haben und überzeuge sie, dass der Schatten der Wolke immer vor uns herzieht und wir – wenn wir ihn nicht überholen – immer Sonne haben werden. Auf dem Weg nach Isola machen wir einmal Rast und geben so der Wolke Zeit gemächlich etwas weiter nach Osten zu ziehen. In Isola machen wir dann lange Rast in der Sonne. Als wir weiter gehen Richtung Sils, ist der ganze Himmel blau über dem Oberengadin. Auf einer schönen Bank am Silser Seeufer halten wir an zum Lunch und Mittagsschlaf. Nach einem Rundgang durch Sils finden wir einen neuen Weg ins Val Fex, kraxeln hoch nach Cresta und ruhen uns wieder aus auf einer sonnigen Bank. Dann finden wir den Weg, auf dem wir 2007 hier oben waren, und folgen ihm zurück zum See. Oberhalb der Bootshütte gibt es dann endlich den Kuchen, bevor wir uns kurz vor drei auf den Heimweg machen. Nun bläst uns ein frischer Wind aus dem Bergell entgegen, der unsere von der Sonne heute so strapazierte Haut noch etwas gerbt! In Isola genießen wir vor einer Hauswand windgeschützt noch einmal die Sonne. Um vier sind wir rechtschaffen müde von den 15km wieder in Maloja. Zweimal klingelt heute das Telefon, das Londoner Büro, mit der Wirtschaftlichkeitsstudie von Eesti Energia beauftragt, hat Fragen zu den Overheads und zum Strompreis den ich versehentlich falsch berechnet hatte – eine Null zu viel!! Zum Abendessen gibt es heute gebackenen Camembert mit frischem Wurzelbrot. Und für den Abend hat Bärbel eine Flasche Champagner kaltgestellt.

Donnerstag, 27. März. Heute steht St. Moritz auf dem Programm. Doch als wir uns der Stadt nähern, ist alles mehr von einem schmutzigen braun als von strahlendem weiß. Hier liegt deutlich weniger Schnee, kaum die Hälfte. Auch ist es ziemlich bewölkt. Also kaufen wir bei COOP ein, ein paar Sachen, die uns hier noch fehlen, einige Mitbringsel und eine Brotzeit für den Besuch bei Andreas. Das hat ja fast eine Stunde gedauert. Das Geschäft ist riesig und das Angebot überwältigend – alleine schon die tausend Schalen mit frischen Himbeeren!! Wir fahren eine kleine Runde durch die Stadt, dann nach Suvretta etwas den Hang hoch, aber die Schneelage bessert sich nicht – keine Abfahrt ins Tal mehr möglich und das auf 1800m Höhe. Der Frühling kommt mit mächtigen Schritten und schmilzt den Schnee auf den Südhängen. Das Thermoter zeigt gerade 0°. So drehen wir und fahren zurück. Machen Stopp auf dem Parkplatz in Sils und wandern nach einem Imbiss kurz nach 12 noch einmal ins Val Fex. Heute soweit, dass wir das letzte Dorf dort oben sehen können. Es schneit leicht, dann mehr. Aber nicht so stark, dass wir uns nicht auf (jeder) Bank ausruhen könnten. Bärbel ist heute nicht so gut drauf – der Magen, der Sonnenbrand von gestern, sie hatte  vergessen sich einzureiben. Gegen drei sind wir wieder unten am Auto. Als wir uns Maloja nähern, fängt es dann richtig an zu schneien. Das hält so an bis in die Nacht. Andres hat den Entwurf der Präsentation geschickt, die ich kritisch prüfe und dann Mark einige Hinweise schicke. Bei Andreas melden wir und für Samstag Nachmittag auf der Heimreise an. Heute gibt es frischen Salat, Spiegelei und Mango. Bärbel geht früh zu Bett.

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Freitag, 28. März. Die Schneewolken haben sich im Laufe der Nacht verzogen, die Morgensonne taucht die gegenüberliegenden Hänge und Gipfel in gleißendes Licht. Wir freuen uns auf einen schönen letzten Urlaubstag. Es hat in der Nacht einige Zentimeter geschneit, in den Bergen sind es mehr als 20 cm. Wir gehen noch schnell etwas einkaufen und dann los zum Lägh Cavloc. Das Laufen im Neuschnee ist gar nicht so einfach. Richtung Orden ist alles noch jungfräulich weiß. Im Anstieg war wenigstens schon mal ein Schneebob gefahren und hat eine Spur – wenn auf weiche – hinterlassen. Der Anstieg ist anstrengender und dauert auch länger. Auf der Cavloc Alm finden wir unsere Bank in der Sonne. Hier bleiben wir zwei Stunden, lernen und singen das Canto, machen Brotzeit, beobachten die Wolken, die von Süden her hoch drängen, dann aber verdunsten und sonnen uns. Heute haben wir unsere Sonnenmilch dabei, die wir vorgestern vergessen hatten. Bärbel hatte sich wohl zum ersten Mal im Leben einen Sonnenbrand geholt und meint jetzt, das Nr. 8 bei diesem Wetter in dieser Höhe nicht reicht. Um halb zwei haben es die Wolken dann geschafft und von Zeit zu Zeit schiebt sich eine vor die Sonne, also beginnen wir mit dem Abstieg und machen noch mal Rast auf der schönen Nachmittagsbank in der Kurve. Da kommt dann endlich der Pistenbulli vorbei und bereit uns einen guten Weg für den Abstieg. Nach dem Tee mit Nusstorte ist die Sonne wieder da. Es bedarf einiger Überredung, Bärbel zu einem neuerlichen Spaziergang zu bewegen. Wir laufen zum Turm, dann hinüber nach Pila, am Schloss vorbei zur Kirche, dann ganz außen herum zum Lift und wieder nach Hause. Es war ein besonders schöner Abendspaziergang. Nun bereiten wir das Abendessen ( habe vergessen, was es gab, weil ich die Teilen erst am 11. April schreibe). Das Vorbereiten des Packens haben wir auf morgen früh verschoben.

Samstag, 29. März. Die Sonne scheint. Wir stehen früh auf, frühstücken und packen. Schon kurz nach neun sind wir reisefertig und machen uns auf die Socken Richtung Heimat. Auf der Passhöhe des Julier hängen dicke Wolken und zur Abfahrt nach Tiefencastel fängt es an zu tröpfeln. Trotzdem nehmen wir den Weg über Lenzerheide wegen des immer dichter werdenden Verkehrs. Um 10:30 an unserem gewohnten Rastplatz ist es ersten zu früh und dann auch zu feucht. Auf der Autobahn hinter Chur scheint die Sonne wieder, so beschließen wir gegen Mittag die Autobahn zu verlassen und machen einen Spaziergang nach „Heididorf“. Hier picknicken wir auch und Bärbel gräbt ein paar Schlüsselblümchen aus für unseren Garten. Dann geht es weiter nach Norden auf einer neuen Route östlich an Zürich vorbei über Schaffhausen auf die 81. Es fehlen noch ein paar Neubauabschnitte und so brauchen wir unsere Zeit bis wir endlich auf der A81 sind. Auch die Grenze hält uns 20 min auf. Der Beamte fragt uns nach Bargeld, teuren Kleidern und Schmuck. Schließlich kann ich ihn überzeugen, dass wir nur 60€ dabei haben. Wegen des Wagens hat er uns wohl nicht geglaubt, ließ uns dann aber doch weiterfahren! Dann war die A8 in Stuttgart zu. Unser Navi führte uns über Böblingen und Sindelfingen am Stau vorbei. Bei Andreas haben wir ein bisschen geholfen, die neue Terrasse fertig zu stellen, haben dann eine deftige Brotzeit mit Spezialitäten aus dem Engadin gemacht und sind kurz nach sieben weiter gefahren. Etwas müde kamen wir dann in Steimel an und haben am nächsten Tag ausgepackt und weggeräumt.

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2008 Weihnachten in Maloja

Schon im September machte sich Klaus Gedanken zum 65. Geburtstag von Bärbel. Von allen Vorschlägen blieb dann erwartungsgemäß ein Kurzurlaub in Maloja übrig. Die Zeit im Herbst bis zum Urlaub vergeht nur ganz langsam.

Zur Beschleunigung stürzen wir uns in Gartenarbeit und pflanzen Tag für Tag von hier nach da und von da nach hier. Und siehe da, der Garten wird kurz vor einem sehr frühen Wintereinbruch am 23. November fertig. Zwischendurch hat Klaus eine Studie für das Endlager fertiggestellt und beim BfS vorgetragen. Danach noch einen Vortrag mit Marc zusammen bei der GDMB in Clausthal gehalten. Den hektischen Herbst wollten wir dann ganz ruhig ausklingen lassen. Aber dann ereilte uns Ungemach. Am Tag nach Bärbels Geburtstag überraschen Klaus erneut Schwindelanfälle. Kaum haben wir sie dank Bärbels umsichtiger Pflege im Griff, holt sich Bärbel eine saftige Erkältung am 15. Dezember nach dem Kinderhüten in Essen. Dazu kommt, dass es im Engadin ohne Ende schneit und die Straße nach Maloja wegen Lawinengefahr geschlossen bleibt bis zum 16. Dezember.

Am Donnerstag geht es dann endlich los – um 7 Uhr. Die Strassen sind frei, kein Schnee und kein Verkehr. Um 14 Uhr erreichen wir den Julier, zwar schneebedeckt aber ohne Kettenzwang. Wir schaffen den Pass ganz gut und sind kurz vor drei im Apartment im Cad Castell. Klaus schleppt alles in die Wohnung, Bärbel räumt alles ein und weg, Klaus schläft nach acht Stunden Fahrt. Dann besucht uns Frau Pittin. Wir unterhalten uns eine halbe Stunde über Maloja und das Engadin, über Italiener und Russen und Gebietsreform. Dann machen wir noch eine Stunde Spaziergang bis sechs im Ort. Der Schnee liegt mehr als einen  Meter hoch im Ort.

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So viel Schnee hatten wir noch nie!

Die nächsten drei Tage – Freitag bis Sonntag lassen wir es ruhig angehen. Die Erkältung steckt uns jetzt beiden in den Knochen und Muskeln. Wir spazieren ohne Gepäck morgens zwei Stunden, essen zu Hause, ruhen uns aus und spazieren mittags noch einmal zwei Stunden. Die Sonne lässt sich nicht so oft blicken, es kommt die ganze Zeit ein wenig Schnee vom Himmel und ein starker Wind fällt von Nord ins Engadin ein. So gewöhnen wir uns behutsam an das Klima und die Höhe und lernen auch mit der unangenehmen Erkältung umzugehen. Zum Glück haben wir alle Medikamente und die Höhensonne dabei.

An Heilig Abend besuchen wir den Gottesdienst in der kleinen alten Kirche beim Schloss.

An Bärbels Geburtstag 2011

Es liegt kein Schnee – ein Urlaub im Dezember wie im Herbst 2006!

Wir laufen den Hang hoch Richtung Lunghin und liegen da oben im Gras! Wir laufen den Nordhang entlang Richtung Val Fedoz mit etwas Schnee! Wir laufen die Via Engadina über Blaunca nach Sils. Wir laufen zum Lägh Cavloc und am Südhang in St. Moritz

 

Dezemberurlaub 2016

Nach sieben Mal Urlaub im Cad Castel haben wir nun ein neues Domizil in der Casa Lizun gefunden. Das Haus liegt direkt an der Liftstation zum Aila. Jetzt haben wir eine richtige großzügige Wohnung mit Schlafzimmer und Sonnenterrasse!

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